Der Aktionstag am 07.10. und 08.10.2011 sollte für die Jugendfeuerwehr Bothel erneut das Highlight des Jahres werden. In der Samtgemeinde Bothel fand ein 24 Stunden andauernder Aktionstag statt. Für die Jugendlichen aus Bothel entstand in diesem Jahr jedoch eine etwas ungewohnte Situation: Der Aktionstag wurde auf Samtgemeindeebene ausgerichtet und nahm völlig neue Dimensionen an.
Am Freitagnachmittag wurde es im Gerätehaus zu Bothel plötzlich unruhig, als 41 Nachwuchsbrandschützer und Betreuer ihren Dienst antraten. Der Aktionstag startete wie auch im letzten Jahr mit dem Herrichten des „Schlafsaales“. In kürzester Zeit waren die Feldbetten aufgebaut und mit Schlafsäcken und Kopfkissen wohnlich hergerichtet. Aufgrund der großen Teilnehmerzahl mussten die Betreuer ihre Schlafgelegenheit in der Küche, sowie dem Gruppenführerbüro einrichten.
Im Anschluss daran folgte der Organisatorische Teil- Oliver Große begrüßte zunächst alle Teilnehmer und wies ausdrücklich auf die Sicherheitsaspekte bezüglich des Aktionstages hin. Christian Brietzke übernahm die Einteilung der Fahrzeuge. Jeder Jugendliche bekam ein Fahrzeug und seine Position in der Gruppe zugewiesen. Für die neuen Mitglieder der JF war die darauffolgende Fahrzeugkunde besonders interessant und die Erfahreneren konnten ihre umfangreichen Vorkenntnisse zum Einsatz bringen.
Gegen 16.45 Uhr ertönte in Bothel das erste Mal der Alarm. Der ELW rückte mit dem Einsatzstichwort „Auslösung BMA“ zur Wiedau-Schule Bothel aus. Da es im Chemieraum zu einer simulierten Rauchentwicklung gekommen ist, wurden alle Jugendlichen mit ihren Fahrzeugen nachalarmiert, um das Gebäude zu evakuieren und den Löschangriff durchzuführen. Bei der Durchsuchung der Räume spielte die Organisation der Suchtrupps eine große Rolle.
Pünktlich zur Abendbrotzeit wurden Chicken-Nuggets und Pommes serviert. Während dieser Pause tankten die Jugendlichen Kraft und ließen die vergangene Übung Revue passieren.
Es sollte nicht lange dauern, bis der nächste Alarm ausgelöst wurde. Dieses Mal ging es zu einem ortsansässigen Landmaschinenservice, bei dem ein Feuer entstanden sein soll. Nach der Ankunft am Einsatzort begannen der Einsatzleiter und die Gruppenführer mit der Lageerkundung und befahlen den Löschangriff aufzubauen. In aller Ruhe wurden die Befehle ausgeführt, bis ein starker Regenschauer mit Hagel einen Übungsabbruch unumgänglich machte.
Die letzte Übung des Tages fand in der Nähe von Kirchwalsede statt. Nach einem Verkehrsunfall sollen in einem weitläufigen Bunkergelände mehrere Personen vermisst sein. Aufgrund des großen und unübersichtlichen Geländes wurden alle Jugendfeuerwehren der Samtgemeinde nachalarmiert, um das Gelände zu durchsuchen. Nach rund 40 Minuten konnte die Übung erfolgreich beendet werden- alle Personen wurden aufgefunden und zum Sammelplatz gebracht.
Nach einer langen erholsamen Nacht hieß es um 7.30 Uhr „Antreten“. Keine Übung, sondern das Frühstück stand auf dem Tagesplan.
Die Zeit bis zur nächsten Übung wurde äußerst sinnvoll genutzt: Die Nachwuchsbrandschützer bekamen die Möglichkeit real zu lernen, wie man einen Mülleimerbrand (Simulationsanlage) mit einem Feuerlöscher kontrolliert und löscht. Diese praktische Übung dürfte auch im Privatleben von enormer Bedeutung sein.
Als um 9.30 Uhr der Alarmton erneut für helle Aufruhr sorgte, ahnte noch keiner der Jugendlichen, dass es zu einer erneuten Großübung geht. In Hemslingen galt es ein Großfeuer auf dem Gelände des Landgasthauses Meyer unter Kontrolle zu bringen und zu löschen. Zunächst musste Wasser über eine lange Wegstrecke gefördert werden. Der SW1000 aus Bothel errichtete dazu die Schlauchbrücke und verlegte die B-Leitungen zum Einsatzort.Im weiteren Verlauf wurden mehrere Riegelstellungen aufgebaut und der Löschangriff von allen Seiten ausgeübt.
Nach ca. 1,5 Stunden wurde „Feuer aus“ gemeldet.
Den Abschluss des Aktionstages aus Botheler Sicht stellte die Versammlung am Gerätehaus in Hemslingen dar. Gemeindebrandmeister Alfred Becker und Samtgemeindejugendwart Oliver Große richteten einige Worte an die Jugendlichen und Betreuer, bevor es zurück zum Landgasthaus Meyer ging, welches zu einem leckeren Mittagessen eingeladen hatte.
Auch der Botheler Ortsbrandmeister Thomas Brunkhorst ließ es sich nicht nehmen dem Aktionstag mehrere Besuche abzustatten und die Übungen zu beobachten.
Zurück in Bothel warteten auf alle Beteiligten noch diverse abschließende Arbeiten. Die Feldbetten mussten abgebaut, die Räume und Fahrzeuge gereinigt und die gewohnte Ordnung wieder hergestellt werden.
Ende des Aktionstages 2011 für Bothel.
Einen Besonderen Dank möchte die JF Bothel an Olaf Behrens aussprechen, der sich äußerst engagiert für den Aktionstag eingesetzt hat und nötiges Equipment organisierte.
Im Namen der gesamten Jugendfeuerwehr Bothel… Vielen Dank.




